Von dem wundersamen Bürgerspruch zu Wendisch Evern
Es war einmal, da begab es sich in dem Flecken Wendisch Evern, dass etliche Bürger ein Begehren um ihr altgedientes Versammlungshaus anstrebten. Sie verfassten eigenständig eine Frage, welche nach dem strengen Verfahren des Königs so beschaffen sein musste, dass sie rein mit Ja oder Nein unzweifelhaft eindeutig zu beantworten war. Diese Abstimmung endete schließlich mit einem Nein. Ein pflichtschuldiger Herold einer Nachbarstadt vernahm daraufhin die Auskunft, dass dieses Nein nunmehr nach den Gesetzen den Abbruch des Hauses erlaube. Er reiste eilends von dannen und verkündete das Ergebnis auf den Marktplätzen des Nachbarkönigreichs Lüneburg, sodass alle Welt der amtlichen Botschaft Glauben schenkte und das Schicksal des Baus besiegelt wähnte.
Doch das Haus blieb unberührt an seinem Platze stehen. Die Räte der übergeordneten Grafschaft blickten nämlich in ihre spärlich gefüllten Schatzkammern und verkündeten feierlich, kein neues Versammlungshaus für das Dorf zu finanzieren oder zu errichten. Daraufhin breitete sich eine tiefe Ratlosigkeit und Sorge im Flecken aus, und die Gemüter der Menschen waren schwer.
Es gab jedoch eine treue Schar von Bürgern, die hielten fest an dem alten Gemäuer und wollten es nicht aufgeben. Sie taten laut kund, dass eine behutsame Sanierung und die handwerkliche Ertüchtigung des Bestandes weitaus besser, nachhaltiger und von höherem Werte sei als ein gänzlicher Neubau auf kahlem Boden.
(KI unterstütze Generierung)
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Liest man die aktuelle Ostheide Rundschau, findet man die dicke Überschrift „CDU fegt Bürgerentscheid beiseite“ und man wähnt sich unweigerlich im Märchenland. Es grenzt schon fast an Realitätsverweigerung, immer und immer wieder zu hören oder zu lesen, dass die Bürger entschieden haben, „die Halle nicht nach alten Plänen ertüchtigen zu wollen“ (das ist wohl die sichere Formulierung), gemeint ist aber, die Bürger wollten den Abriss. Bestärkt werden soll diese Einstellung durch den Satz: „Und warum soll die Gemeinde Wendisch Evern als einzige in der Samtgemeinde eine eigene Sporthalle bauen und unterhalten?“
Wo kann ich das nachlesen, dass die Bürger das wollen?
Nirgends, weil es einfach nicht stimmt!
Es gibt keine nachweisbare Mehrheit für den Abriss der Halle. Die bisherige Halle reicht, saniert und ertüchtigt, nachweisbar für alle Aktivitäten aus, um weiterhin treu ihre Zwecke zu erfüllen. Das Tafelsilber bleibt in Gemeindehand! Ein Neubau ist nicht notwendig, auch für die kommende Ganztagsbetreuung nicht.
Auch muss man sich fragen, woher plötzlich das Budget für einen Neubau kommen soll. Glaubt man dem Samtgemeindebürgermeisterkandidaten der SPD, dann ist PPP(1) ein Mittel der Wahl für Finanzierungen; so gesagt während der Samtgemeinderatssitzung am 16.06.2026. Ich denke, es ist die Bankrotterklärung eines Haushalts, wenn man darauf zurückgreifen muss, und bin froh, dass wir mit Karsten Johansson jemanden haben, der den realistischen Blick auf das Machbare hat.
Weiterhin sollte man sich folgendes Szenario einmal vorstellen:
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Die Gemeinde überträgt die Trägerschaft der Mehrzweckhalle in Samtgemeindehand.
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Die Samtgemeinde reißt die Mehrzweckhalle ab (oder lässt sie auf Kosten der Gemeinde abreißen).
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Die Grundstücke werden natürlich gleich mit in Samtgemeindehand übergeben.
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Damit hat die Gemeinde nur noch ein begrenztes Mitspracherecht bei der Nutzung der zukünftigen Halle.
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Die Samtgemeinde stellt nun fest, dass sie die neue Halle so nicht finanzieren kann (was schon vorher klar war, aber was Lacoste die Welt, Geld spielt keine Rolex) und strebt ein PPP-Modell an (und findet auch einen Anbieter, was bei unter 10 Millionen Investitionssumme schon allein schwierig wird).
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Der baut nun die Halle und läßt sich vertraglich zusichern, die Halle auch anderweitig zu vermieten zu können (denn es muss sich ja auch für ihn rechnen).
Das Ende dieser Geschichte: Die Gemeinde hat nun einen Einfluss nahe null auf die Nutzung und hat einiges an Vermögen (die Halle, die Grundstücke, ggf. die Abrisskosten und die Entscheidungsfreiheit) aus der Hand gegeben ... Klingt konstruiert, ist aber irgendwie logisch, oder?
So, wie könnte nun das Märchen weitergehen, mit einem Happy End, wie es sich für ein Märchen eben gehört?
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Um diese lähmende Ungewissheit im Dorfe endlich zu beenden, sollte man offen beraten, einen unabhängigen und weisen Baumeister aus fernen Landen herbeizurufen. Dieser könnte alsbald mit Senkblei und Maßband das Fundament sowie die mächtigen Eichenbalken prüfen, um den wahren Zustand des Hauses zu ergründen und für jedermann sichtbar auf seinen Pergamentrollen zu berechnen, wie viel Silber für eine Erneuerung nötig wäre. In der Hoffnung, dass ein solcher Plan des Baumeisters die lang ersehnte Lösung bringt, steht das Haus weiterhin still am Wegesrand – und wenn sie nicht gestorben sind, dann warten sie noch heute darauf, dass der Ruf an den Baumeister ergeht.
(KI unterstütze Generierung)
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Folgt man diesem Happy End, so muss es endlich möglich sein, alles auf null zu setzen und der Vernunft den Vorrang vor unrealistischen Wünschen zu geben. Der alte und auch der neue Rat sollten daran arbeiten, die Halle zu erhalten, zu ertüchtigen und somit das Tafelsilber in Wendisch Evern zu be- und erhalten.
Der erste Schritt sollte der unabhängige Baumeister sein. Es sollte also niemand sein, der in irgendeiner Weise mit der bisherigen Geschichte zu tun hatte und es sollte jemand sein, der parteiübergreifend im Rat akzeptiert und nicht durch einfache Mehrheit bestimmt wird.
Das schafft Vertrauen und nur so kann ein brauchbares Ergebnis geliefert werden.
Frank Senne
(1)
Zum Nachlesen und anschauen:
Zum PPP-Modell:
https://de.wikipedia.org/wiki/öffentlich-private_Partnerschaft