Pädagogisches Konzept

Allgemeine Informationen zur Kindertagespflege

  • Beruhigt und entspannt arbeiten gehen, das eigene Kind gut aufgehoben wissen und dadurch Fortschritte bewusst wahrnehmen – Zwergenwunderland machts möglich!
  • Tageskinder sind über die gesetzliche Unfallversicherung abgesichert (§ 2 Abs. 1 Nr. 8 a SGB VII)
  • Jede Tagespflegeperson (TPP) im Zwergenwunderland hat eine gültige Pflegeerlaubnis vom Jugendamt, unsere Räumlichkeiten wurden somit geprüft
  • Erste Hilfe am Kind wird alle zwei Jahre aufgefrischt
  • TPPs und alle im Haushalt lebenden Personen über 18 Jahren müssen ein erweitertes Polizeiliches Führungszeugnis vorlegen
  • Kindertagespflege wird vom Jugendamt bezuschusst, es kann von den Eltern ein Antrag ausgefüllt werden und ein Elternbeitrag (vergleichbar Kindergarten) wird erhoben. Telefonnummer des zuständigen Ansprechpartners können wir gerne weitergeben.

Grundgedanken

Im Zwergenwunderland gibt es feste Regeln und Rituale für die Kinder wie z.B.

  • Verhalten im Straßenverkehr
  • Zähneputzen und Hände waschen vor dem Schlafengehen
  • Tischspruch
  • Morgendlicher Spaziergang mit Laufrad und Krippenwagen bzw. Aufenthalt im Garten
  • Gemeinsames Aufräumen vor dem Mittagessen
  • Während des Essens sitzen bleiben
  • Sozialer Umgang miteinander

Durch diese und andere Regeln geben wir den Kindern die Sicherheit, sich frei zu entfalten und auch nur so ist es möglich, gefahrlos mit vielen Kindern unterwegs zu sein. Für uns ist es wichtig den Kindern Grenzen zu setzen, sie aus natürlichen Folgen lernen und eigene Erfahrungen machen zu lassen. Wir nehmen die Kinder ernst und behandeln sie gleichwertig aber nicht gleichfähig.

Ein Pluspunkt der Kindertagespflege ist die Familiennähe, somit binden wir die Kinder auch in alltägliche Arbeiten wie das Tischdecken, Geschirrspüler ausräumen und Wäsche aufhängen mit ein. Es macht ihnen nicht nur viel Spaß ihren Teil zu leisten, wir unterstützen sie so spielerisch in ihrer sozialen und persönlichen Entwicklung.

Es ist uns bei unserer Arbeit besonders wichtig, den Eltern eine zuverlässige, flexible Betreuung zu bieten, die es ihnen ermöglicht, in Ruhe ihrem Beruf nachzugehen. Eine Gruppe in der die Größeren den Kleinen helfen, alle liebevoll miteinander spielen und ein Kind das krank ist auch vermisst wird, ist unser Ziel.

Bewegung an der frischen Luft

Das Zwergenwunderland zeichnet sich durch unsere Präsenz in Wendisch Evern aus, dabei ist besonders auffällig, dass die Kinder, sobald sie sicher laufen können, schon mit dem Laufrad unterwegs sind. Unsere beiden Krippenwagen bilden die Grundsubstanz, die sowohl die Kleinsten, als auch sämtliche mitgeführten Utensilien (Essen, Getränke, Kleidung, Windeln etc) beherbergt. Es ist uns ein besonderes Anliegen die Kinder auf diese Weise zur Selbstständigkeit anzuregen. Verkehrssicherheit wird bei uns besonders intensiv eingeübt, da wir perfekte Möglichkeiten haben, um natürliche Folgen (Erziehungsmethode) einzusetzen. So haben Kinder, die sich an unsere Regeln halten gewisse Privilegien, wie z.B. das Vorfahren zu einem vereinbarten Wartepunkt (diese wählen wir selbstverständlich so, dass es nie zu einer Gefahr für das Tageskind kommt), dürfen aber, falls Absprachen nicht eingehalten werden, vorerst nicht mehr aus dem direkten Umfeld der Tagespflegeperson entweichen.

Des Weiteren ist uns die positive Auswirkung auf Abwehrkräfte, Fitness und gute Laune der Tageskinder aufgefallen und hat uns in unserem Bestreben der täglichen Bewegung an der frischen Luft bekräftigt.

Durch unsere große überdachte Terrasse bieten wir selbst bei Sturm oder Hagel die Möglichkeit für alle draußen zu sein.

Tiere

Ein wichtiger Bestandteil der Familie Halbensleben ist unser Labradorrüde Bailey, er ist 2004 geboren und lebt bei uns seitdem er neun Wochen alt ist. Die ersten zwei Jahre haben wir mit ihm eine Ausbildung in der Hundeschule Henke in Kirchgellersen durchlaufen und ihn dadurch für jegliche Alltagssituationen ausgebildet. „Murphy“, der Hund von Oma Bailey, kann sie zur Arbeit begleiten. Beide Hund sind mit Kindern aufgewachsen und für alles zu haben, selbst wenn die Kinder mit ihnen Verstecken spielen oder sich zum Kuscheln auf sie werfen, bleiben beide cool und verteilen ab und an mal ein Küsschen. Die Tageskinder lieben „Bailey“ und „Murphy“, und können auf diese Weise schon früh den respektvollen, kameradschaftlichen Umgang mit Tieren lernen.

Beide Hunde lassen sich ohne Probleme selbst das Futter von den Kindern wegnehmen und sind natürlich trotz allem nie mit den Kleinen alleine. Selbst die ängstlichsten Kinder haben schonend ihre Zurückhaltung verloren und gelernt, dass man von unseren Hunden nichts zu befürchten hat. Oftmals liegen sie neben den Kindern und beobachten sie einfach nur beim Spielen oder sie spielen mit ihnen mit Luftballon und Ball.

Uns ist es besonders wichtig, dass die Tageskinder schon früh Tiere als Lebewesen akzeptieren und im Umgang mit Ihnen lernen auf andere Rücksicht zu nehmen. Die Spaziergänge mit unseren vierbeinigen Freunden laden uns und die Kinder bei Wind und Wetter zum Entdecken und Erforschen der Natur ein.

Auch wenn die Kaninchen recht schnell sind und daher eher nur zum Beobachten, lieben die Kleinen sie und sind eifrig dabei zu füttern oder auszumisten. Hierbei können die Tageskinder dann direkt einen Hauch der Nutztierhaltung erahnen, da die Reste und Abfälle der Küche teilweise auf diese Art weiterverwertet werden.

Viele unserer Ausflüge ziehen uns zu anderen Tieren, die verteilt in Wendisch Evern zu finden sind, z.B. Kühe, Esel, Hühner, Enten, Kaninchen, Pferde und viele mehr.

Ernährung

Der Morgen beginnt bei uns mit der Vorbereitung des Frühstücks, noch bevor die ersten Tageskinder ankommen. Wir beziehen Korn vom ElbersHof in Demeter Qualität, mahlen und schroten dieses um daraus selbst Brot zu backen. Unsere Milchprodukte und teilweise auch das Fleisch kaufen wir vom Hof Weitenfeld.

Ausgewogene, gesunde und kindgerechte Ernährung ist uns sehr wichtig, außerdem bieten uns die Mahlzeiten in großer Runde die Möglichkeit das Gemeinschaftsgefühl zu stärken. Einmal in der Woche gibt es bei uns den „Räuberteller“ zum Mittag - alle Kinder dürfen mit den Fingern aus einer großen Schale essen, fördern auf diese Weise sensomotorische Fähigkeiten und machen wertvolle, altersgerechte Sinneserfahrungen.

Zu besonderen Anlässen dürfen unsere Tageskinder etwas zum Essen mitbringen und lernen so das Teilen mit den anderen. Normalerweise werden die Nahrungsmittel von uns gestellt, wodurch es uns möglich ist die Gruppendynamik zu nutzen um den Tageskindern das Probieren schmackhaft zu machen (positiver Gruppenzwang) und z.B. Gemüsesorten, die im Vorfeld bereits woanders abgelehnt wurden doch noch für sich zu entdecken. Uns ist es wichtig, dass die Tageskinder die Nahrungsmittelvielfalt kennenlernen, aktiv am Kochen teilnehmen können und auch lernen, woher das Endergebnis auf dem Teller stammt, denn dann schmeckt es immer noch am besten. Durch den Nutzgarten wird die Entstehung von Anfang bis zum Endergebnis aktiv miterlebt. Frisches Obst und Gemüse, ständig zur Verfügung stehende Getränke (Wasser oder Tee) und Vollkornprodukte bilden die Basis, mit Phantasie ( z.B. Zauberäpfel) und Gemeinsamkeit (Einkaufen, Aussuchen, Zubereiten) entsteht meist – denn es muss auch mal was schief gehen – ein buntes Kindermenü.

Musik

Bei unserer Arbeit bietet jegliche Alltagshandlung einen Bildungsansatz, wobei wir besonderen Wert darauf legen diese durch Musik in allen Formen zu begleiten. Einmal wöchentlich bieten wir Musikalische Früherziehung mit einer Musikpädagogin an, aber auch im Alltagsgeschehen singen, tanzen und musizieren wir viel mit unseren Tageskindern.

Rhythmus, Fein- / Grobmotorik und das Sozialverhalten werden spielerisch gefördert. Wie in Langzeitstudien nachgewiesen „macht Musik Kinder intelligenter und sozial kompetent“ (Zitat: http://www.uni-protokolle.de/nachrichten/id/57860/). Auch zurückhaltende Kinder werden munter und Eltern berichten davon, dass Texte unserer Lieder zu Hause nachgesungen werden. Schon bei der pränatalen (vorgeburtlichen) Entwicklung spielt Musik eine große Rolle, Musik bringt Schwung, gute Laune und Spaß an Bewegung mit sich. Im Hintergrund begleitet uns der CD-Player, Heile-Heile-Gänschen tröstet über so manche Wunde hinweg und Fingerspiele fesseln unsere kleinen Zuhörer.

Tages- und Jahresablauf

Bei uns startet jeder Tag, egal bei welchem Wetter, draußen. Wir sammeln uns mit allen Eltern und Kindern an der Haustür und brechen dann voll beladen auf, um unterwegs zu picknicken. Hierfür laufen wir immer mal wieder neue oder auch altbekannte Plätze (Bushäuschen, Parkbank oder Bahnhof) an und sitzen mit unseren Kleinen zum Frühstücken auf allem was sich bietet, auch gerne mal auf dem Boden.

An manchen Tagen treffen wir uns aber auch auf der überdachten Terrasse oder im Garten und genießen unsere Spielmöglichkeiten vor Ort.

Je nach Wetter und Jahreszeit machen wir Unternehmungen wie z.B. Tierpark, Tobeland, Feuerwehr, Barfußpark oder „Motto - Wochen“ wie Kartonhäuser bauen, Waldwoche, Spielzimmer gestalten und vieles mehr. Selbstverständlich feiern wir mit den Kindern ihre Geburtstage und auch Feiertage wie Weihnachten sind bei uns Anlass für eine Kinderparty mit Buffet. Regelmäßig versuchen wir Ausflüge mit Bus und Zug zu machen, wobei für die Kleinen eigentlich der Weg das Ziel ist.

Im Zwergenwunderland gibt es kein festes Zeitschema nach dem wir uns richten, Frühstück, Mittagessen und Schlafen sind natürlich die drei Grundsäulen, ansonsten versuchen wir aber auf die Bedürfnisse und die Tagesform der Kinder einzugehen und jeden Tag individuell zu gestalten. Gerade in der wärmeren Zeit des Jahres (über 10 Grad) sind wir viel im Ort unterwegsund häufig sind wir erst zum Mittagessen wieder zu Hause.

Nach dem gemeinsamen Mittagessen gehen wir ins Badezimmer, waschen uns die Hände und putzen die Zähne. Bei den Motivationsliedern Putz, Putz, Putz oder Zähne putzen, Zähne putzen ist selbst der größte „Zahnputzmuffel“ mit von der Partie. Danach gehen alle ins Bett und schlafen je nach Bedürfnis bis maximal halb zwei. Um 13:45Uhr dürfen die Eltern, die möchten, beim Anziehen helfen und die ersten Tür und Angel Gespräche führen.

Eingewöhnung

Am Anfang steht bei uns eine schonende Eingewöhnung – orientiert am Berliner Eingewöhnungsmodell-, bei der die Kinder an den ersten Tagen mit einem Elternteil zu uns kommen. Anfangs sehen wir das Tageskind gern täglich und dafür lieber kürzer. So wird der Besuch im Zwergenwunderland schnell zur Selbstverständlichkeit und die Anpassung an die gewünschte Betreuungszeit stellt kein Problem mehr da. Es ist für uns wichtig die Eingewöhnung individuell auf das Kind anzupassen, weshalb wir die Dauer im Voraus nicht genau festlegen, sondern auf ca. zwei Wochen schätzen. Mit den Eltern wird im Voraus über Tipps und Regeln in der Eingewöhnungsphase gesprochen, um sie besser vorzubereiten. Uns ist es wichtig, dass dem Kind die Situation erklärt wird, die Eltern sich immer verabschieden und nie rausschleichen, um eine Verunsicherung des Tageskindes zu vermeiden. Verlässlichkeit ist an dieser Stelle besonders wichtig, außerdem müssen sich die Eltern in der Eingewöhnung jederzeit auf Abruf bereithalten.

Ein Kind ist erst wirklich eingewöhnt, wenn es sich von der Betreuungsperson trösten lässt. In der Gruppe richtig angekommen sind Kinder meist nach 3 bis 6 Monaten, was man häufig daran merkt, dass sie zu dieser Zeit einen größeren Entwicklungsschub machen.

Regeln

  • Keine Schuhe im Kinderzimmer
  • Kernzeiten Montag bis Freitag von 8 bis 14 Uhr, in dieser Zeit sind alle Kinder anwesend, Betreuung darüber hinaus muss angefragt werden und ist je nach aktueller Lage möglich
  • Wer mehr als 10 Min zu spät kommt sagt bitte kurz Bescheid
  • Krankheit – bei ansteckenden Krankheiten (z.B. Durchfall, Fieber) müssen die Kinder einen Tag symptomfrei sein, bevor sie wieder ins Zwergenwunderland kommen
  • Schnellstmöglich, aber mind. 10 Min vor Betreuungsbeginn abmelden, wenn das Tageskind nicht kommt (egal welcher Grund)
  • Keine Süßigkeiten mitbringen
  • Getränke – ausschließlich Wasser und ungesüßter Tee
  • Kiste – jedes Kind hat eine Kiste, bitte immer für Windeln, Feuchttücher, Wechsel- und Regensachen sorgen
  • Für Garderobe, Spielzeug etc. können wir nicht haften, mit Kindern geht immer mal was verloren / kaputt
  • Mittagsruhe von 11:30- 13:30Uhr, in dieser Zeit werden Kinder nur in Ausnahmefällen rausgegeben
  • Kinder bitte nicht ohne persönliche Verabschiedung abgeben/ abholen
  • Wichtige Änderungen bitte sofort mitteilen – z.B. Veränderung der Lebenssituation, Allergien, Trauerfall
  • Im Notfall werden die Eltern natürlich umgehend informiert, weshalb sie immer erreichbar sein sollten
  • Medikamente können nur im absoluten Ausnahmefall mit ärztlicher Anordnung und elterlichem, schriftlichem Einverständnis verabreicht werden
  • Offenheit ist uns wichtig, wir sind für jedes Feedback dankbar und sprechen Eltern lieber einmal zu viel an, das Wohl des Kindes hat Priorität

Elternarbeit

Eine partnerschaftliche Erziehungsgemeinschaft liegt uns sehr am Herzen, weshalb es die eben genannten Regeln gibt. Wir führen täglich Gespräche mit den Eltern, wobei natürlich nur kurz auf Alltägliches eingegangen werden kann. Bei Bedarf zu weiteren Gesprächen, ist ein Termin am Nachmittag / Abend möglich.

Jedes Jahr gibt es ein Frühjahrsfest, Sommerfest, Laternenumzug und Weihnachtsfeier, darüber hinaus findet sich immer mal wieder etwas anderes, das wir feiern können. An diesen Festen können alle Familien gerne teilnehmen und immer etwas zu unserem bunten Buffet beitragen. Auf diese Art ist es auch den Eltern möglich sich einmal in Ruhe über ihre Erfahrungen auszutauschen. Des Weiteren veranstalten wir nach Bedarf Elternabende, wo aktuelle Themen, Probleme und Verbesserungsmöglichkeiten besprochen werden.

Wie eingehend erwähnt, gibt es bei uns die Möglichkeit sich an der Gestaltung der Räume und der Außenanlagen zu beteiligen. Hierfür sollen alle Eltern 12 Stunden pro Jahr ihre Arbeitskraft und Kreativität beisteuern. So hat es sich ergeben, dass im Zwergenwunderland eine tolle Elterngemeinschaft entstanden ist. Alle können ihre Ideen einfließen lassen und zusammen bei meist lustigen Einsätzen helfen.

Wir haben inzwischen eine Gruppe bei WhatsApp, die es den Eltern möglich macht durch Fotos, Diskussionen etc. am Alltag teilzuhaben und Fragen schnell zu klären (z.B. was ziehe ich morgens an?)

Impressum: Zwergenwunderland, Inhaberin Frau Stephanie Halbensleben · Lüneburger Straße 9 · 21403 Wendisch Evern · Telefon: 04131.7061240 oder 0175.5511714 · E-Mail: zwergenwunderland@wendischevern.de

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