Haushaltsplan 2022 mit deutlichem Defizit

29.01.2022 von Christian Hauschildt

Einigung auf Reparatur des Hallendaches

Kurz vor Weihnachten traf sich der Gemeinderat Wendisch Evern zu seiner zweiten Sitzung in der Alten Schule.

Zwei wichtige Punkten standen auf der Tagesordnung. Nach einigem Hin und Her in den Ausschusssitzungen im Vorfeld, konnten sich die Fraktionen doch noch auf eine Reparatur des Daches der Mehrzweckhalle einigen. Letztendlich bekannten sich alle Fraktionen zur Bedeutung der Halle für das Dorfleben und fassten den Beschluss, das Dach schnellstmöglich reparieren zu lassen. Die Diskussionen um eine Sanierung der Halle oder einen möglichen Neubau, sowie eine notwendige Wirtschaftlichkeitsprüfung können so ohne Zeitdruck ablaufen.

Entsprechende Mittel für die Dachreparatur wurden in den Haushaltsplan für 2022 eingestellt. Dieser Plan stand als zweiter wichtiger Punkt auf der Tagesordnung. In den vorangegangenen Ausschusssitzungen waren die diversen Positionen des Haushalts gut vorbereitet worden, so dass es keine größeren Diskussionen mehr in der Ratssitzung gab.

Unserem Gemeindedirektor Norbert Meyer ist es zu verdanken, dass trotz Personalausfällen in der Kämmerei der Samtgemeinde ein fertiger Entwurf in der Ratssitzung vorlag. Somit wurde der Haushaltsplan sowie der Stellenplan der Gemeinde einstimmig beschlossen.

Der Stellenplan umfasst neben unseren beiden Gemeindearbeitern inzwischen zwölf Mitarbeiterinnen des Kindergartens. Aufgrund gesetzlicher Vorgaben und zusätzlichen Bedarfs werden zwei weitere Stellen im Kindergarten ausgeschrieben.

Trotz einstimmigen Beschlusses gibt der Haushaltsplan auch Anlass zur Sorge, sieht er doch ein Defizit von rund 380.000 € vor. Aufgrund von Rücklagen kann das Defizit ausgeglichen werden, aber auch für die folgenden Jahre (die sogenannte mittelfristige Finanzplanung) zeigt die Planung weiter eine Unterdeckung von jeweils bis zu 200.000 €.

Ein genauerer Blick in die Zahlen zeigt ein generelles Problem. Der Plan für 2022 erwartet ca. 1.7 Millionen Euro Einnahmen. Diese werden schon durch zwei Ausgabepositionen komplett verbraucht. Mit Transferleistungen von ca. 1.1 Millionen Euro (rund 670.000 € Kreisumlage sowie 380.000 € SG-Umlage) und mehr als 600.000 € Personalkosten im Kindergarten bedeutet praktisch jede weitere Ausgabe der Gemeinde direkt ein Defizit. Erschwerend kommt hinzu, dass seitens der Gemeinde auf diese beiden Positionen praktisch keinerlei Einflussmöglichkeit besteht. Die Umlagen werden im Kreistag bzw. Samtgemeinderat beschlossen. An der Notwendigkeit des Kindergartenpersonals besteht kein Zweifel. Dort will sicher niemand sparen.

Etwaige Investitionen schlagen hier noch gar nicht zu Buche, da bei diesen den Ausgaben ja ein entsprechender Wertzuwachs gegenübersteht.

Mit dieser Problematik wird sich der Rat sicher in dieser Wahlperiode beschäftigen müssen, wenn wir weiterhin die Gemeinde auf Basis solider Finanzen weiterentwickeln wollen.

 

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